Schon lange trage ich eine Idee mit mir. In diesem Herbst setze ich sie endlich um: eine Reihe von Hauskonzerten bei mir zu Hause in Cavaione.
Nur zehn oder zwölf Menschen, der Flügel und danach ein gemeinsames Glas Wein. Ein intimer Abend mit Musik, in der Wärme einer kleinen Runde. Nah genug, um den Flügel atmen zu hören, und vielleicht etwas in der Musik zu entdecken, das sonst unbemerkt bliebe.
Ich beginne mit Franz Liszt, einem Komponisten, der mir sehr am Herzen liegt. Vielleicht wissen nur wenige, dass er als junger Mann Priester werden wollte. Obwohl ihm dieser Wunsch damals verwehrt blieb, liess er ihn nie los. Spät im Leben trat er in den geistlichen Stand und wurde zum Abbé Liszt. Seine lebenslange Suche nach Sinn, Glauben und innerem Frieden ist der Ausgangspunkt dieser Konzertreihe.
Die fünf Programme habe ich als spirituelle Reise durch seine Musik gestaltet. Doch dieser Weg ist keineswegs eng. Unterwegs begegnen wir den vielen Facetten Liszts: der überwältigenden Virtuosität, der Zartheit, der Grösse und der dunklen, kargen und innovativen Musik seiner letzten Jahre.
Das erste Rezital beginnt mit Vallée d’Obermann, einem Werk voller Fragen danach, wer wir sind und was wir suchen. Nach und nach führt die Reise zu Bénédiction de Dieu dans la solitude, dem Segen Gottes in der Einsamkeit.
Vom Fragen zur Kontemplation, von der Unruhe zum Frieden.
Wir beginnen mit dem ersten Rezital, und wer möchte, ist herzlich eingeladen, mich durch den ganzen Zyklus zu begleiten, ein Rezital nach dem anderen. Es gibt keine Eile. Ich kehre so lange zum ersten Programm zurück, wie es Menschen gibt, die es hören möchten, bevor ich zum zweiten übergehe. So wächst der Zyklus langsam, mit der Zeit, in seinem eigenen Tempo.
Cavaione ist ein spezieller Ort und passt hervorragend für diese Reise. Es war das letzte Dorf, das Teil der Schweiz wurde, im Jahr 1875. Einen grossen Teil seiner Geschichte stand es zwischen den Welten, eine Gemeinschaft ohne Staat, die nirgends dazugehörte und vielleicht überall. Tief in meinem Herzen ist das wahrscheinlich ein Teil dessen, was mich an diesen Ort zieht. Musik, die nach Zugehörigkeit sucht, die durch den Zweifel hindurch auf eine Art Ankommen zugeht, ist hier ganz besonders zu Hause.
Ich würde diese Abende sehr gerne mit dir teilen..
Da mein Zuhause nur etwa zehn bis zwölf Gäste aufnehmen kann, sind die Plätze begrenzt, und ich führe eine Liste derer, die gerne kommen möchten. Wenn Dich die Idee anspricht, schicke mir einfach eine SMS oder eine WhatsApp Nachricht, und ich gebe Dir Bescheid, sobald ein Platz frei wird.
Der Beitrag beginnt bei CHF 30, inklusive Apéro, den wir nach dem Konzert gemeinsam geniessen. Bezahlt wird am Abend bar oder per TWINT. Wer gerne mehr beitragen möchte, ist herzlich willkommen.
Vor allem hoffe ich, dass diese Abende etwas immer Selteneres bieten: die Gelegenheit, zusammenzusitzen, tief zuzuhören und uns von der Musik ein wenig näher zu uns selbst und zueinander bringen zu lassen.
SMS oder WhatsApp: +41 76 589 18 64